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Danksagung für Ihre große Spendenhilfe
Als unser LKW im September in Flammen aufgegangen war und wir niedergeschlagen neben dem stinkenden Autowrack standen,
habe ich ein bisschen gezweifelt, wie das weitergehen soll. Das Geld der Versicherung reichte aus, um die Ansprüche der Leasingbank zu befriedigen. Und es war auch noch ein etwas für ein neues Auto übrig: Aber für
6.000,-- € gibt es keinen Spezial-LKW mit Kühlung und Ladebordwand. Ich war mir nicht sicher, wie wir das schaffen würden - einen ganz neuen LKW zusammensparen. Wo sollte ein neues Auto herkommen? Woher soviel
Geld nehmen?
Und dann wurden wir sofort überrollt von einer Welle der Hilfsbereitschaft. Bauklötzer gestaunt haben wir und gerührt waren wir, als in den Tagen nach dem Unglück eine Unmenge an freundlichen
Anrufen, Hinweisen, besorgten Nachfragen und Hilfsangeboten über unseren Köpfen zusammenbrach. Das tat uns gut! Das hat uns getröstet! Das hat uns gefreut! Die Mitarbeiter von LAIB UND SEELE, die Gemeinde und
natürlich auch ich sind überwältigt und dankbar für soviel Hilfsbereitschaft, Anteilnahme und Unterstützung. Großartig! Wunderbar! Dankeschön!
Auch heftige Kritik und böse Vorwürfe haben wir natürlich bekommen: Wir hätten das Auto nicht richtig versichert. Aber
das war alles völlig in Ordnung, haben uns die Versicherungsleute bestätigt.
Als Joseph, einer der Söhne Jakobs, vor vielen Hundert Jahren von seinen eigenen, neidischen Brüdern als Sklave nach Ägypten
verkauft worden war, stieg er dennoch zum Spitzenpolitiker mit viel Macht und Einfluss in Ägypten auf. Und so konnte er seine missgünstige Familie in einer gewaltigen Hungersnot vom Tod retten. Als sich dann alle
heulend und versöhnt in den Armen lagen, rief er abschließend: “Ihr gedachtet es böse zu machen. Gott aber gedachte es gut zu machen.“
”Ihr gedachtet es böse zu machen.“ kann man den
bösen Brandstiftern des LAIB-UND-SEELE-LKW’s nachrufen. Und staunend stellen wir nun fest: “Ihr gedachtet es böse zu machen. Gott aber gedachte es gut zu machen.” Aus einem Unglück ist uns viel
Segen, viel Dankbarkeit, viel Hilfe erwachsen. Aus einem bösen Samen sind viele gute Früchte gewachsen. Das wir als LAIB-UND-SEELE-Missionsgemeinde so viele Freunde haben, so viele Helfer und Gönner, haben wir nicht
einmal geahnt. Das so viele Leute so tief in Ihre Geldbörsen gegriffen und ihre Onlinekonten so heftig abgeräumt haben, damit die Lebensmittelversorgung weitergehen kann, damit den Bedürftigen weiter geholfen wird,
das hätten wir nicht gedacht. Herzlichen Dank!
Das erste Lächeln der Helfer und Mitarbeiter hier wich einem lauten, fröhlichen Lachen als die ersten 30.000,-- € zusammengekommen waren. Wir konnten damit
wieder einen Kühl-LKW leasen. Die Arbeit würde irgendwie weitergehen. LAIB UND SEELE ist nicht tot. LAIB UND SEELE in Marzahn lebt.
Und dann kamen die Leute mittwochs zur Lebensmittelausgabe, donnerstags zum
Gebetskreis und zur Bibelstunde, sonntags in den Gottesdienst. Und das Spendenbarometer an der Pinwand stieg und stieg und stieg weiter und weiter und immer weiter.
Und heute morgen habe ich eine letzte
E-Mail von Bischof i.R. Dr. D. Roth vom Diakonie-Katastrophenfonds unserer SELK bekommen. Nicht nur 10.000,-- € sondern 25.000,-- € und noch mehr haben Glieder unserer Kirche für das neue Auto gespendet.
Und dann hat unser Rendant noch einmal schnell nachgerechnet und es ist wahr! Es ist geschafft! Das Geld, das wir brauchen, ist zusammengekommen! Der Kirchenvorstand kann jetzt ein neues Auto
bestellen! Es geht weiter!
Herzlichen Dank! Vielen, vielen Dank für diese tatkräftige, starke und schnelle Hilfe! Im Namen aller bedürftigen Bürger hier, im Namen aller Helfer und Mitarbeiter, im Namen des
Kirchenvorstandes, im Namen alle hier und auch ganz persönlich möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken!
Und darum muss ich unbedingt mal einige aufzählen. Unmöglich kann ich hier alle
Namen und Gemeinden und Spender nennen, aber einige muss ich mal herausgreifen: Die bedürftigen Bürger selbst - Hartz-IV-Empfänger, Rentner, Alleinerziehende, Studenten - haben sofort selbst begonnen, an jedem
Mittwoch kleine und größere Münzen in einem Sparschwein zu sammeln. Ein paar Hundert Euro sind so zusammengekommen. - Der Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis hat uns die Hälfte seines diesjährigen Tombolaerlöses
gespendet. - Viele, viele, viele Menschen haben ohne viele Worte und ohne viel Wind und ohne Lob viele, viele, viele Einzelbeträge an uns überwiesen - aus Erfurt und aus allen Bezirken und Gemeinden Berlins, aus
Potsdam, Oberursel, Hermannsburg, Melsungen, Bad Schwartau, Stuttgart, Angermünde, Rudolstadt, Heldrungen, Lachendorf, Stelle, Hankensbüttel, Uelzen, Hannover, Gotha, Celle, Malente, Kassel, Köln, Hamburg, Schwerin,
Paderborn, Biesenthal, Schmalkalden, Wuppertal, Weigersdorf, Rodenberg, Ostercappeln, Lüneburg, Bergisch-Gladbach und vielen anderen Städten und Dörfern . . . - Unsere Bundestagsabgeordnete P. Pau ist mit einer
Plastedose durch die Gegend gezogen und hat fast 1.000,-- € Kollekte für das neue Auto gesammelt. - Die Bundestagsfraktion der LINKEN hat einen nennenswerten Beitrag gespendet. - Bei einem großen
Nickisch-Familientreffen wurde Geld zusammengelegt. - Große Kollekten aus Dutzenden Gemeinden unserer Kirche wurden gesammelt und flink an uns weitergeleitet. - Der Katastrophenfonds unserer amerikanischen
Schwesterkirche Lutheran Church Missouri Synod (LCMS) hat uns quer über den Atlantik Geld geschickt. Christen in den Vereinigten Staaten von Amerika hatten Geld gespendet, damit wir hier ein neues Auto kaufen
können. - Unser Bischof H.-J. Voigt, unser Missionsdirektor der Lutherischen Kirchenmission M. Nietzke, unser Superintendent R. Zieger und auch unsere Bezirksbürgermeisterin D. Pohle von Berlins schönstem Stadtteil
Marzahn-Hellersdorf haben sich hinter den Spendenaufruf geklemmt. - Und Hunderte Überweisungen kamen hier an von Leuten, deren Namen ich nicht kenne, die wohl in der Zeitung oder im Internet davon gelesen haben oder
die ein Plakat gesehen haben, die uns ihre Adresse nicht angegeben haben, die wir gar nicht anschreiben können, um uns zu bedanken. - Gemeindeglieder klebten den Spendenaufruf hinten an die Heckscheibe Ihres Autos.
- Mitarbeiter verteilten Tausende Handzettel in den Briefkästen von Marzahn und Hellersdorf, liefen von Pontius zu Pilatus und verteilten eine Infomappe mit der Bitte um Hilfe. - Die Kindergottesdienstkinder in
Verden / Aller haben für uns gesammelt. - Die mit unserer Ausgabestelle kooperierenden sechs Berliner Kirchengemeinden aus der Evangelichen Landeskirche haben sich natürlich auch beteiligt. - Mönche aus Sachsen vom
Franziskanerorden haben uns geholfen, auch eine römisch-katholische Kirchengemeinde, eine freie evangelische Gemeinde aus der Nachbarschaft, verschiedene Firmen, eine Wohnungsbaugenossenschaft in der Nähe unserer
Kirche .
Herzlichen Dank! Vielen, vielen Dank für diese tatkräftige, starke und schnelle Hilfe! Im Namen aller bedürftigen Bürger hier, im Namen aller Helfer und Mitarbeiter, im Namen des Kirchenvorstandes,
im Namen aller hier und auch ganz persönlich möchte ich mich ganz, ganz herzlich bei Ihnen allen bedanken!
Da ich nicht alleine so viel Geld ausgeben sollte, wird der Kirchenvorstand am 4. Dezember nun den
Kauf des neuen Autos beschließen können und sicher gleich bestellen. Denn das dauert ja schon ein bisschen bis die LKW-Bauer alle Teile im Lager zusammengesucht, alles zusammengeschweißt, zusammengeschraubt und
schön angestrichen haben.
Wenn das Auto vielleicht im Februar oder März ausgeliefert werden wird, wird es ganz sicher ein Riesenfest mit Weihegebet, Grillwürstchen, Eis, Luftballons und vielen Hundert Gästen
geben. Der Termin steht noch nicht fest. Aber eines ist sicher: Alle sind ganz, ganz herzlich eingeladen mit uns in Marzahn den neuen LKW und die überwältigende Welle der Hilfsbereitschaft zu feiern!
In einem
Punkt möchte ich aber vorher noch um Hilfe bitten: Wir benötigen unbedingt die genauen Adressen von allen Spendern, die eine Spendenbescheinigung von uns zugeschickt bekommen möchten. Ganz oft können wir auf unseren
Kontoauszügen lesen: ”Bitte Spendenbescheinigung“. Und wir wollen ja auch sofort diese Bescheinigung ausstellen, aber ohne Adresse ist das schwer möglich. Bitte kurz anrufen, eine Postkarte oder E-Mail
mit der Adresse schicken. Dankeschön!
Ihr Pfarrer H. Neigenfind
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